💡 Was ist der Unterschied zwischen aktiven und passiven Wassersensoren?
Aktive Sensoren wie der SHT 8800 haben ein elektronisches Innenleben und benötigen eine Betriebsspannung. Sie reagieren bei Wasserkontakt mit einer Änderung der Ausgangsspannung (z. B. von low zu high). Passive Sensoren hingegen arbeiten rein mechanisch oder leiten Strom direkt bei Wasserkontakt.
⚠️ Kann der SHT 8800 an Schabus-Wassermeldern betrieben werden?
Nein, der SHT 8800 ist nicht kompatibel mit den Wassermeldern von Elektrotechnik Schabus. Er ist speziell für Steuerungen mit hochohmigen Analogeingängen (z. B. Smart-Home-Systeme oder Gebäudeleittechnik) konzipiert.
🔌 Was bedeutet „hochohmiger Eingang“?
Ein hochohmiger Eingang belastet den Sensor nicht messbar, das heißt: Der Sensor darf nur minimalen Strom abgeben müssen – typischerweise typisch bei TTL- oder CMOS-Logik. Belastung kann den Sensor beschädigen oder verfälschte Messwerte liefern.
📏 Wie weit darf ich das Kabel verlängern?
Die Sensorleitung (3 × 0,14 mm² LIYY) kann problemlos verlängert werden – idealerweise jedoch nicht über ca. 20 Meter, um Signalstabilität und Spannungsniveau zu erhalten.
💧 Reagiert der SHT 8800 auch auf destilliertes Wasser?
Nur bedingt. Der Sensor benötigt eine leitfähige Flüssigkeit, also Wasser mit ausreichend freien Ionen. Vollentsalztes oder mehrfach destilliertes Wasser kann nicht sicher erkannt werden. Das Medium sollte mindestens eine Dichte von 0,7 g/cm³ und eine gewisse Leitfähigkeit besitzen.
🌊 Ist der Sensor für dauerfeuchte Umgebungen geeignet?
Nein. Der SHT 8800 ist für trockene Normalumgebungen mit gelegentlichen Wasserkontakten gedacht. In dauerhaft feuchter Umgebung kann es durch Elektrolyse zur Korrosion der Kontakte kommen, da der Sensor mit Gleichspannung arbeitet.
🧪 Welche Flüssigkeiten kann der Sensor erkennen?
Der SHT 8800 erkennt alle leitfähigen Flüssigkeiten, z. B. Leitungswasser, salzhaltiges Wasser oder Kühlflüssigkeiten. Nicht erkennbar sind nichtleitende Medien wie destilliertes Wasser oder Öle.
🧰 Wie wird der Sensor montiert?
Der Sensor wird so montiert, dass sich die beiden Messing-Kontakte an der tiefsten zu überwachenden Stelle befinden. Eine definierte Einbauposition ist nicht notwendig, da er direkt auf Flüssigkeitskontakt reagiert.
Liefert der SHT 8800 ein genormtes 0–10-V-Signal?
Nein. Die Ausgangsspannung hängt von der Versorgungsspannung und dem elektrischen Widerstand zwischen den Sensorkontakten ab. Bei 24 V Versorgung zeigt die Beispielkennlinie Ausgangsspannungen bis etwa 22 V. Der angeschlossene Analogeingang muss für diese Spannung geeignet sein. Prüfen Sie deshalb vor dem Anschluss seinen zulässigen Spannungsbereich.
Warum ist die Ausgangsspannung bei Wasserkontakt nicht immer gleich?
Die Leitfähigkeit der Flüssigkeit und die Benetzung der Kontakte beeinflussen den Sensorwiderstand. Je geringer dieser Widerstand ist, desto höher wird die Ausgangsspannung. Auch die Versorgungsspannung beeinflusst das Signal. Ein bestimmter Spannungswert lässt sich daher nicht pauschal für jeden Wasserkontakt festlegen.
Kann der SHT 8800 die Wasserhöhe messen?
Nein. Der Sensor erkennt leitfähige Flüssigkeit an seinen beiden Kontakten. Seine Ausgangsspannung ist kein Messwert für die Wasserhöhe. Die Kennlinie beschreibt den Zusammenhang zwischen Sensorwiderstand und Ausgangsspannung.
Gibt der Sensor selbst einen Alarm aus?
Der SHT 8800 besitzt keinen akustischen Alarmgeber. Er liefert ein elektrisches Signal, das eine angeschlossene Steuerung auswertet. Welche Reaktion ausgelöst wird – beispielsweise eine Meldung oder ein Alarm – wird in dieser Steuerung festgelegt.
Kann ich ein Relais, eine Leuchte oder eine Pumpe direkt anschließen?
Nein. Der Signalausgang ist für die Auswertung durch einen hochohmigen Analogeingang vorgesehen. Relais, Leuchten oder Pumpen dürfen nicht direkt daran betrieben werden. Eine gewünschte Schaltfunktion muss über die angeschlossene Steuerung und deren geeignete Ausgänge erfolgen.
Welche Alarmschwelle soll ich in meiner Steuerung einstellen?
Es gibt keine allgemein gültige Alarmschwelle. Prüfen Sie zunächst das Signal bei trockenen Kontakten und anschließend bei Kontakt mit der zu überwachenden Flüssigkeit. Stellen Sie die Auswertung anhand dieser Signale ein und kontrollieren Sie, ob die gewünschte Reaktion zuverlässig ausgelöst wird. Die Beispielkennlinien dienen zur Orientierung und legen keine garantierten Schaltgrenzen fest.
Wie prüfe ich die Funktion nach dem Einbau?
Prüfen Sie zuerst die Verdrahtung und den zulässigen Spannungsbereich des Analogeingangs. Schalten Sie die Versorgung ein: Bei trockenen Kontakten sollte die Ausgangsspannung ungefähr 0 V betragen. Benetzen Sie beide Kontakte mit Leitungswasser und prüfen Sie den Spannungsanstieg sowie die Reaktion der Steuerung. Nach dem Trocknen sollte das Signal wieder auf ungefähr 0 V zurückkehren. Wiederholen Sie den Test regelmäßig und nach der Reinigung.
Was prüfe ich, wenn bei Wasserkontakt keine Meldung erfolgt?
Kontrollieren Sie die Versorgungsspannung, die Anschlussbelegung und die Einstellungen des Analogeingangs. Beide Kontakte müssen von der Flüssigkeit benetzt werden und frei von Verschmutzungen sein. Prüfen Sie außerdem die eingestellte Alarmschwelle und die Leitfähigkeit des überwachten Mediums. Ein Funktionstest mit Leitungswasser hilft dabei, die Ursache einzugrenzen.
👉 Hinweis: Für eine dauerhafte und sichere Platzierung sollte der Sensor fest montiert werden – dafür ist im Aluminium-Grundträger ein passendes Bohrloch zur Verschraubung vorgesehen.