🔌 Wie wird der SHT 5001 mit Strom versorgt?
Der SHT 5001 kann entweder mit Netzspannung (230 V AC) oder mit Gleichspannung (12 V oder 24 V DC) betrieben werden.
Wird zusätzlich ein Akku oder eine Batterie angeschlossen, übernimmt dieser bei Spannungsausfall automatisch die Stromversorgung – der SHT 5001 fungiert dann als unterbrechungsfreie Notstromversorgung (USV).
Dabei gilt:
- Bei 12 V Akkus hat die Netzspannung Vorrang.
- Bei 24 V Akkus hat der Akku Vorrang.
- Die Umschaltgrenze liegt bei ca. 15 V.
🧪 Welche Sensoren kann ich anschließen – und wann nehme ich welchen?
Der SHT 5001 unterstützt zwei Typen von Sensoren:
- Wassersensoren sind ideal für regelmäßig trockene Umgebungen, wie unter Waschmaschinen, Spülmaschinen oder in Technikräumen. Sie erkennen Wasser auf ebenen Flächen zuverlässig, sollten aber nicht dauerhaft feuchter Umgebung ausgesetzt sein, da sie mit der Zeit verschleißen können.
- Mini-Schwimmerschalter eignen sich für dauerhaft feuchte Zonen, zur Pegelüberwachung, bei nicht leitfähigen Flüssigkeiten oder in Brunnen, Schächten, Tanks etc. Sie sind verschleißfrei und wartungsarm.
Empfehlung: Wenn technisch möglich, sollten immer Mini-Schwimmerschalter eingesetzt werden – sie sind deutlich robuster und langlebiger.
📏 Wie lang dürfen die Leitungen zu den Sensoren sein?
Die Leitungslängen unterscheiden sich je nach Sensortyp:
- Wassersensoren: bis 100 m
- Mini-Schwimmerschalter: bis 300 m
Voraussetzung ist, dass ausschließlich ungeschirmte LiYY-Leitungen mit 2×0,14 mm² verwendet werden. Die maximale Leitungskapazität darf 10 nF pro Linie nicht überschreiten. Wichtig ist außerdem, dass die Leitungen nicht parallel zu 230 V-Netzleitungen verlegt werden, um Störungen zu vermeiden.
🔁 Was bedeutet Alarmspeicher – und wie funktioniert er?
Über eine einfache Drahtbrücke im Gerät lässt sich der Alarmspeicher aktivieren. In dieser Betriebsart bleibt ein ausgelöster Alarm dauerhaft gespeichert, bis er aktiv zurückgesetzt wird – z. B. über die Reset-Taste an der Front oder über einen extern angeschlossenen Taster (potentialfreier Kontakt an Eingang Q, Klemmen 10/11).
Wird die Speicherfunktion nicht aktiviert, löscht sich der Alarm automatisch, sobald kein Wasser mehr detektiert wird.
Der SHT 5001 bietet diese Funktion getrennt für jede der beiden Meldelinien – für maximale Flexibilität.
🔉 Wie wird der Alarm signalisiert?
Der SHT 5001 gibt bei Wasserkontakt oder Pegelüberschreitung:
- einen akustischen Warnton über den internen Piepser aus,
- und aktiviert ein Wechselrelais, das externe Geräte schalten kann (z. B. Pumpen, Alarme, Hausautomation).
- Zusätzlich steht ein Alarmausgang mit 12 V / 30 mA zur Verfügung – z. B. für Signal-LEDs, Blitzleuchten oder externe Sirenen.
Beide Meldelinien lösen getrennte Relais aus, der Summer und der Alarmausgang gelten gemeinsam für beide Linien
🛠️ Wie viele Sensoren kann ich pro Linie anschließen?
Pro Meldelinie lassen sich zwei Sensoren anschließen – je einer an:
- dem Eingang für Wassersensoren,
- und dem Eingang für Mini-Schwimmerschalter.
Somit ist jede Linie doppelt belegbar, mit jeweils eigenständiger Auswertung und Relaisansteuerung.
💬 Was passiert, wenn ich Wasser detektiere – aber der Alarm nicht ausgeht?
In diesem Fall könnte die Speicherfunktion aktiv sein. Ein gespeicherter Alarm bleibt bestehen, bis er manuell zurückgesetzt wird – über die Reset-Taste oder einen extern angeschlossenen Taster. Prüfen Sie ggf. die Position der Drahtbrücke im Gerät.
Wenn kein Wasser mehr vorhanden ist, der Alarm sich aber trotzdem nicht automatisch zurücksetzt, liegt es mit hoher Wahrscheinlichkeit daran, dass die Speicherfunktion eingeschaltet wurde.
Prüft die TEST-Taste auch die angeschlossenen Sensoren?
Nein. Die TEST-Taste simuliert eine Wassermeldung auf beiden Meldelinien und prüft die Alarmfunktionen des Geräts. Angeschlossene Wassersensoren und Mini-Schwimmerschalter werden dabei nicht mitgeprüft. Diese müssen zusätzlich am Einsatzort durch Benetzen der Sensoren beziehungsweise Betätigen der Schwimmerschalter getestet werden.
Woran erkenne ich, welche Meldelinie ausgelöst hat?
Die rote SENSOR-LED zeigt die betroffene Meldelinie an: Bei Meldelinie 1 leuchtet sie dauerhaft, bei Meldelinie 2 blinkt sie. Sind beide Meldelinien aktiviert, blinkt sie langsamer. Die grüne POWER-LED zeigt an, dass das Gerät mit Spannung versorgt wird.
Warum leuchtet die SENSOR-LED, obwohl kein Warnton zu hören ist?
Der interne Summer wird stummgeschaltet, sobald am Alarmausgang 11/12 ein Gerät angeschlossen oder eine Drahtbrücke gesetzt ist. Auch ein Druck auf RESET kann den Summer bei einem anstehenden Alarm ohne Alarmspeicher stummschalten. Die optische Anzeige und die Relaisfunktion bleiben dabei erhalten.
Kann ich einen noch anstehenden Wasseralarm mit RESET beenden?
Solange der Sensor oder Schwimmerschalter weiterhin Wasser meldet, bleibt die Alarmbedingung bestehen. Bei einem Alarm ohne Speicher schaltet RESET lediglich den internen Summer stumm; das zugehörige Relais bleibt geschaltet. Ein gespeicherter Alarm lässt sich erst nach Ende der Wassermeldung zurücksetzen.
Kann der SHT 5001 eine Pumpe oder ein Absperrventil schalten?
Ja. Die beiden potentialfreien Wechselrelais können geeignete externe Geräte schalten. „Potentialfrei“ bedeutet, dass die Relaiskontakte selbst keine Versorgungsspannung bereitstellen: Das angeschlossene Gerät benötigt eine passende Stromversorgung. Anschluss und Auslegung müssen durch eine Fachkraft erfolgen. Der separate 12-V-Alarmausgang ist mit maximal 30 mA für geeignete Signalgeber vorgesehen.
Darf ich den SHT 5001 direkt in einem feuchten Schacht oder im Freien montieren?
Das Steuergerät muss trocken bleiben und in einem trockenen Innenraum montiert werden. Seine Schutzart IP20 bietet keinen Schutz gegen Wasser. Am überwachten Ort wird nur der für die Anwendung geeignete Sensor oder Schwimmerschalter angebracht. Für dauerhaft anstehenden Wasserkontakt sind geeignete Schwimmerschalter zu verwenden.
Kann eine Schaltung erst dann reagieren, wenn zwei Sensoren gleichzeitig Wasser melden?
Ja, mit einer entsprechend ausgeführten UND-Schaltung. Dafür werden die Schließerkontakte beider Relais in Reihe geschaltet. Der angeschlossene Stromkreis schließt dann erst, wenn beide Meldelinien ausgelöst haben. Möglich ist dies beispielsweise mit dem Dreikontaktsensor SHT 5008 oder zwei getrennten Wassersensoren. Das Anschlussbeispiel steht in der Betriebsanleitung.
Müssen Sensoren und Schwimmerschalter regelmäßig geprüft werden?
Ja. Prüfen Sie Wassersensoren auf Verschmutzung und Korrosion sowie Schwimmerschalter auf freie Bewegung. Testen Sie die Funktion direkt am Einsatzort. Die TEST-Taste am SHT 5001 ersetzt diese Prüfung nicht. Bei wiederholten Fehlmeldungen sollten Sensoren, Leitungen und Anschlüsse durch eine Fachkraft kontrolliert werden.
Wie viele Sensoren kann ich pro Meldelinie anschließen?
Jede Meldelinie besitzt einen AC-Eingang für Wassersensoren und einen DC-Eingang für Mini-Schwimmerschalter. An einem Eingang können mehrere geeignete Sensoren beziehungsweise Schwimmerschalter parallel angeschlossen werden. Sobald einer davon anspricht, löst die zugehörige Meldelinie aus. Die Vorgaben zu Leitungslänge und Leitungskapazität müssen eingehalten werden. Alle Melder einer Linie schalten gemeinsam das zugeordnete Relais.
Wie weit muss ich das Fenster öffnen?
Die erforderliche Mindestöffnung hängt von der Fensterfläche und dem maximalen Abluftvolumenstrom Ihrer Haube ab. Ermitteln Sie diese vor der Montage anhand der Betriebsanleitung oder unseres Fensterspaltmaß-Rechners. Die erforderliche Öffnung muss durch eine geeignete Arretierung sichergestellt werden.
Ersetzen die beiliegenden 3M-Montagepads das Anschrauben?
Nein. Die Pads erleichtern das Ausrichten und Fixieren vor dem Verschrauben. Sender und Magnet müssen anschließend so angeschraubt werden, dass sie nur mit Werkzeug entfernt werden können.
Wofür sind die Netzsteckersicherung und das Sicherungssiegel vorgesehen?
Die Netzsteckersicherung hält den Stecker der Abluftanlage im Empfänger fest. Die verschraubte und versiegelte Schutzabdeckung verhindert ein Umstecken ohne Werkzeug. Sie darf nicht eigenmächtig entfernt werden.
Warum wird die Haube bei bereits geöffnetem Fenster manchmal nicht freigegeben?
Der FDS 200 führt ungefähr alle 24 Stunden einen automatischen Reset durch. Für die erneute Freigabe schließen Sie das überwachte Fenster gegebenenfalls und öffnen es anschließend wieder bis zur erforderlichen Mindestöffnung.
Soll ich die Haube über den Fensterkontakt ein- und ausschalten?
Benutzen Sie den eigenen Schalter der Haube. Schalten Sie die Haube aus, bevor Sie das Fenster schließen. Häufiges Ein- und Ausschalten über den Fensterkontakt verkürzt die Lebensdauer des Empfängers.
Was bedeutet eine abwechselnd grün und rot blinkende Sender-LED?
Diese Anzeige bedeutet eine Störung. Kontaktieren Sie den SCHABUS Support und senden Sie den Sender nach Rücksprache zur Prüfung ein.
Wie häufig muss ich die Funktion prüfen?
Nach der Montage und mindestens einmal monatlich. Bei geschlossenem Fenster darf die Haube nicht starten. Bei erreichter Mindestöffnung muss sie sich am eigenen Schalter einschalten lassen. Kontrollieren Sie auch Befestigung, Sicherungssiegel und Fensterarretierung.
Sind 20 mm Abstand zwischen Sender und Magnet bereits die erforderliche Fensteröffnung?
Nein. Die mindestens 20 mm dienen der sicheren Erkennung des geöffneten Fensters. Die erforderliche Fensteröffnung für ausreichend Zuluft wird unabhängig davon berechnet. Bei geschlossenem Fenster dürfen Sender und Magnet höchstens 3 mm auseinanderliegen.