NDIR-Sensor: So funktioniert die COâ-Messung mit Infrarot | Elektrotechnik Schabus
Funktionsweise NDIR-Sensor
đ°ď¸ Wie funktioniert ein NDIR-Sensor?
Technik fĂźr Interessierte â die COâ-Messung mit Infrarot
Ein NDIR-Sensor (nichtdispersiver Infrarotsensor) ist eine präzise und zuverlässige Technologie zur Messung von Gasen wie COâ. Er wird häufig in Gaswarngeräten von Elektrotechnik Schabus eingesetzt und arbeitet nach dem Prinzip der infraroten Lichtabsorption.
đ§ Aufbau und Funktion eines NDIR-Sensors
Der Sensor besteht aus drei wesentlichen Komponenten:
- IR-Diode als Lichtquelle
- Optischer Wellenlängenfilter
- IR-Detektor
Die Umgebungsluft gelangt durch eine Membran in eine Messkammer. Dort trifft das Infrarotlicht auf die GasmolekĂźle. Jedes Gas absorbiert Licht in einem ganz bestimmten Bereich des infraroten Spektrums. Der Filter lässt nur die fĂźr das Zielgas relevante Wellenlänge durch â beim COâ-Sensor also den typischen Absorptionsbereich fĂźr Kohlendioxid.
âď¸ Vergleichsmessung fĂźr hĂśhere Genauigkeit
Ein zweites, mit reiner Luft gefĂźlltes Referenzvolumen dient dem Vergleich. Die Infrarotmessung erfolgt abwechselnd in beiden Kammern â mit etwa 1 Hz Pulsfrequenz. So lassen sich äuĂere EinflĂźsse wie Temperaturschwankungen weitgehend kompensieren, da der Unterschied der beiden Messwerte ausgewertet wird.
đ Signalverarbeitung und Ausgabe
Ein Mikrocontroller wandelt die minimalen DetektorstrÜme in Spannung und dann in digitale Signale um. Ein interner Algorithmus prßft die Signalqualität, filtert StÜrungen und glättet starke Schwankungen.
Das Ergebnis: Eine COâ-Konzentration in ppm (parts per million), die als pulsbreitenmoduliertes Dauersignal ausgegeben wird. Nach analoger Glättung ergibt sich z. B.:
- 0,4Â Volt = ca. 400Â ppm COâ (Frischluftwert)
đ Anzeige und Alarmierung im Gerät GX-A1
Im Gaswarngerät GX-A1 von Elektrotechnik Schabus wird dieses Signal im Display angezeigt. Aufgrund eines zusätzlichen Filters zur Vermeidung von Fehlalarmen kann der Wert zwischen 0,2 und 0,6 Volt schwanken â das entspricht 200 bis 600 ppm COâ.
Ab bestimmten Schwellen lÜst das Gerät automatisch Alarm aus:
- 2,0Â Volt (ca. 2000Â ppm): Voralarm
- 2,5Â Volt (ca. 2500Â ppm): Hauptalarm mit Relais und akustischem Signal
Diese Werte liegen deutlich unterhalb der gesundheitlich bedenklichen Grenzwerte â die MAK (maximale Arbeitsplatzkonzentration) fĂźr COâ liegt z. B. bei 5000 ppm fĂźr eine 8-Stunden-Exposition.
â Fazit: FrĂźhwarnsystem statt Labormessung
Gaswarngeräte von Elektrotechnik Schabus sind keine präzisen Messgeräte, sondern verlässliche FrĂźhwarnsysteme, die eine COâ-Konzentration anzeigen und rechtzeitig warnen, bevor gesundheitliche Risiken entstehen.